Wer braucht schon Champagner. Pét Nat – meine unverhoffte Sprudelliebe!

Ich war nie ein großer Schaumwein-Fan. Selbst wenn ich sündteuren Champagner oder andere erstklassige Tropfen angeboten bekommen habe, kam ich zum Schluss, dass ich in dem Punkt wohl eine Banause bin und es mehr an mir als an der Qualität des Glasinhalts liegt, dass mir Sekt, Prosecco & Co bis auf seltene Ausnahmen einfach nicht schmecken. Nicht schlimm eigentlich, ich hab mir schon Alternativen zum feierlichen Anstoßen gefunden. Einen guten Weißwein zum Beispiel. Die unerwartete Wende in meiner persönlichen Sprudellovestory kam mit Kronkorken versiegelt und heißt Pét Nat. So nennt sich kohlensäurehaltiger, trockener Wein, der auf eine wilde, sehr natürliche Art und Weise hergestellt wird und mir eine neue Welt der sprudelnden Geschmackserlebnisse eröffnet hat. Wenn man ein bisschen sucht, bekommt man den guten Stoff auch von österreichischen Winzern. Weiterlesen

(C)AlexSchoeller

TIAN Vienna: wertvoll vegetarisch

Ausgerechnet in Österreich, wo ein Festmahl Fleisch oder Fisch impliziert, Vegetariern mancherorts mitleidig „Schinkenfleckerl“ offeriert werden, mitten in Wien, neben Schnitzel- und Tafelspitzberühmtheiten, befindet sich eines der renommiertesten vegetarischen Lokale der Welt. Kürzlich feierte das TIAN 5 Jahre, relativ jung also. Umso beachtlicher finde ich, wie es Paul Ivic und seinem Team in diesen 5 Jahren gelungen ist, sich mit rein vegetarischer, teilweise veganer haute cuisine einen internationalen Namen zu machen. Und für mich als Gemüsefanatikerin ist  die Arbeit von Paul Ivic besonders interessant. Ich mag seinen undogmatischen Zugang zur vegetarischen und veganen Küche, weil ich ihn teile. Es geht ihm nicht darum, auf etwas zu verzichten, sondern darum, erstklassigem Gemüse die Aufmerksamkeit zu geben, die es verdient. Danke, TIAN.

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Wenn ihr noch keine Sprossen züchtet: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt

Noch vor wenigen Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, mich (weitgehend) ohne importiertes Gemüse durch den Winter zu kochen. Heute habe ich viel dazugelernt, neue Erfahrungen gesammelt und verstehe ich nicht mehr, warum ich Paradeiser, Zucchini, Gurken etc. jemals im Winter gekauft habe. Nichts spricht dafür und vieles dagegen, aber darum geht’s hier gar nicht. Es ist Ende Jänner und ich gebe zu, ich freu mich schon auf den Frühling, wenn es wieder mehr frisches, heimisches Gemüse gibt.  Einstweilen retten mich neben köstlichem Wintergemüse auch Gläser über die kargen, kalten Monate. Das herrlich aromatische Tomatenconfit aus den hochsommerlichen Raritätenparadeisern, die in Verjus eingelegten Zucchini, der fermentierte Kürbis. Aber selbst, wenn man in den Erntemonaten nicht vorgesorgt hat, kann im Winter auf Gläser zurückgreifen: Sprossengläser – die wohl günstigste und einfachste Selbstversorgungsmaßnahme. Damit kommt wirklich Abwechslung in die Winterküche, ganz ohne Importware, die eh nicht wirklich schmeckt. Gerade im Winter, wenn die Auswahl an heimischem Frischgemüse eingeschränkt ist – gegen Ende Jänner wirds selbst für kreative Köchinnen schon ein biiiisserl zach – bin ich dankbar für die Vielfalt, die man sich mit Sprossen ganz einfach selbst züchten kann: ohne Erde, ohne Garten, ohne viel Aufwand. Man braucht wirklich keinen grünen Daumen, um tolle Ernte einzufahren, den hab ich nämlich auch nicht. Ich schreibe diesen Beitrag, weil es trotzdem so wenige Menschen machen und hoffe, ihr habt Freude daran, Sprossen selbst auszuprobieren.

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Food Trends, die es 2017 nach Österreich schaffen könnten

2016 habe ich mir im Zuge meines Postgraduate Studiums 3 Monate Zeit genommen, um meiner Neugier in Food Studies besonders intensiv nachzugehen und dafür auch ins Ausland zu reisen. Dabei bin ich vielen Trends begegnet, manche verrückt, manche (meiner Meinung nach) ziemlich blöd, andere dafür sehr spannend und viel versprechend. Dieser Artikel ist meine ganz persönliche und natürlich subjektive Einschätzung, welche Food Trends 2017 auch in Österreich Potenzial haben und was ich davon halte. Was meint ihr? Schreibt mir Eure Meinung in den Kommentaren!

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Weihnachtsgeschenke für Foodies

Im letzten Jahr habe ich eine Liste von besonderen Kochbüchern als Weihnachtsgeschenk-Tipps verfasst. Die gilt freilich immer noch, auch altbewährte Kochbücher sind gute Kochbücher! Weil aber nicht jeder, der sich für gutes Essen und Trinken interessiert, zwangsläufig eine Freude mit Kochbüchern hat, gibt’s heute eine erweiterte Liste. Ich habe ein breites Spektrum an Geschenktipps zusammengestellt für alle, die gerne dem guten Essen und Trinken frönen.

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Diesen Kochfehler bemerkt man erst, wenn man ihn endlich vermeidet

Obwohl ich mich in meinem postgraduate Studium derzeit mehr mit großen, komplexen Zusammenhängen in der Kulinarik auseinandersetze, brennt mir diese simple Alltags-Kochtipp unter den Nägeln. Längst überfällig ist es, eines meiner wichtigsten Koch-Learnings der letzten Jahre mit Euch zu teilen. Es gibt nämlich einen Fehler, der selbst versierten Köchen noch überraschend oft passiert, auch mir bis vor ein paar Jahren, obwohl er logisch und so einfach zu vermeiden ist . Die wenigsten Rezepte berücksichtigen kleine, feine Details wie dieses – fahrlässig wie ich finde, weil es einen riesigen Unterschied macht und gleichzeitig  einer der simpelsten Küchentipps ist, die mir einfallen. Man braucht dazu weder teures Equipment noch handwerkliche Fähigkeiten. Nur das Bewusstsein und vielleicht ein kleines bisschen Muße. Darum heute ein Beitrag über eines meiner wichtigsten Learnings der letzten Jahre. Die Belohnung sind erstaunlich bessere Kochergebnisse aka herrliche Röstaromen und bessere Konsistenz!
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