Being a vegetarian is a big missed steak

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Bitte beachten Sie die hübsche Tischdecke aus den 60ern, die zum Schutz des Grill-Beistelltischs im Garten treue Dienste leistet 🙂

Als bekennender Fleischliebhaber habe ich mir im Laufe der Zeit einige Zubereitungstipps hinter die Ohren geschrieben, die ich hier mal kurz und bündig teilen möchte:

  • Fleisch sollte bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben, also unbedingt 30-60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Warum? Wenn es eiskalt in die Pfanne kommt, reduziert man dadurch die Hitze, was gerade bei Kurzgebratenem nicht optimal ist. (Edit: Das ist nur die halbe Wahrheit, noch genauer weiß es Peter von Mundschenk.at – Danke für den Hinweis!)
  • Wer Fleisch auftaut, sollte es rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen, am besten am Vortag in den Kühlschrank legen und kurz vor der Zubereitung wie oben auf Zimmertemperatur bringen. Taut das Fleisch zu schnell auf, kann es sein, dass Zellen, die Fleischsaft einschließen, von Eiskristallen “zerrissen” werden und das gute Stück wird  trocken.
  • Ohne Würzen geht gar nichts. Pfeffer sollte man aber erst kurz vor Ende des Bratvorgangs verwenden, da dieser schnell anbrennt und dann einen unguten Geschmack hinterlässt. Selbiges gilt für Salz. Wer rohes Fleisch salzt, entzieht dem saftigen Stück damit unnötig Wasser.
  • Öl erst in die Pfanne geben, wenn diese ganz heiß ist. Ob sie heiß genug ist, kann man mit dem “Wassertropfentest” herausfinden, spritzt man ein paar Tropfen Wasser in die Pfanne, sollten diese sofort zischend verdampfen.
  • Die Pfanne muss richtig, richtig heiß sein, damit sich eine schöne Kruste und damit Röstaromen bilden. (“Damit sich die Poren schließen und der Saft nicht austritt” ist übrigens Humbug, Fleisch hat keine “Poren” Es geht hier rein um die Röststoffe)
  • Gewendet wird niemals mit einer Gabel, sondern mit einer Zange oder einem Bratwender. Sticht man das Fleisch an, tritt wertvoller Saft aus.
  • Gewendet wird nur einmal!!! Geduld is king.
  • Steaks werden vor dem Servieren kurz zugedeckt und in Ruhe gelassen (ca. 5 Min.), damit sich der Saft schön verteilen kann.
  • Nichts geht über einen Gasherd 🙂

Und das wichtigste: beim Fleisch auf Top-Qualität achten, österreichische Herkunft ist für mich persönlich ein Muss, am besten Bio. “Das kann ich mir nicht leisten” gilt meiner Meinung nach nicht als Argument. Ich esse zwar wirklich sehr, sehr gerne Fleisch, muss es aber nicht jeden Tag auf dem Teller haben. Bevor ich Billig-Ware kaufe, verzichte ich lieber ab und zu darauf und genieße dafür Top-Qualität. 

Ich verstehe zwar die ökologischen Beweggründe von Vegetariern, möchte aber selbst nicht völlig auf Fleisch verzichten. Die Herkunft der Ware und die Umstände unter denen die Tiere leben spielen für mich eine große Rolle. Insofern bin ich schon sehr gespannt auf die BIORAMA Lesersafari im Herbst, die auch für mich eine komplett neue Erfahrung im Zuge der Auseinandersetzung mit bewusstem Fleischkonsum sein wird.

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PS: Ich weiß schon, dass das am Bild oben kein Steak ist, sondern ein Kotelett. Aber mit Kotelett haut die Headline nicht hin :p

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