Es gibt sie noch: Butter, wie sie schmecken muss

Ich habe ja noch einen Nachtrag zum Öl-Artikel versprochen, weil Butter natürlich durch nichts zu ersetzen ist, ihr Geschmack und ihre Eigenschaften sind einzigartig und für manche Gerichte unentbehrlich. Trotzdem brauch ich sie nicht sehr oft und verwende noch lieber kaltgepresste Öle, was ich hier erklärt habe. Essentiell ist Butter oft  beim Backen, Backen allerdings nicht essentiell für mich, da mich weder Produktion noch Verzehr von Backwerk interessieren. Wenn ich aber mal Butter brauche, dann muss es die beste Butter sein: Rohmilchbutter von Robert Strasser oder KasKistl aus leicht gesäuertem Bio-Rohrahm von unpasteurisierter (Heu-)Milch, im Butterfass gerührt. Und dann ist die Freude ähnlich groß wie bei den köstlichen Ölen.Glaubt mir, die Geschmacksunterschiede sind gewaltig! Denn natürlich kommt es gerade bei einem stark konzentrierten Milchprodukt wie Butter darauf an, was das Tier gefressen hat und wie die Milch verarbeitet wurde – gesundheitlich und geschmacklich. Industriebutter kann mir gestohlen bleiben, dann lieber gleich Pflanzenöl. Ein Mordsglück, dass Kaas am Markt (Karmelitermarkt), Pöhls (Kutschkermarkt) und Adamah bzw. denn’s mir das fettige Rohmilch-Glück hier in Wien zugänglich machen. Margarine halte ich übrigens  für einen der größten Fehlschläge der Menschheit #onsomanylevels.


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Sie ist um einiges teurer als gängige Supermarktprodukte aber glaubt mir: Es führt kein Weg daran vorbei!! Immerhin braucht man für 1 kg Butter etwa 25 Liter Milch. Erstklassige Bio-Heumilch in diesem Fall. Und da ich eben oft nur ein bisserl davon zum Verfeinern brauche, zahlt sich die Investition absolut aus. Ich brauche fast nie ein Paket auf ein Mal, darum friere ich sie in Würfeln luftdicht ein und taue dann nach Bedarf auf, das klappt hervorragend und ich habe die einzig wahre Butter immer auf Vorrat. Z.B. für den allerbesten Zwiebeldip oder Kräuterbutter. Dennoch: ganz frisch ist sie freilich am besten.

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Warum Vegan nicht automatisch „ethisch vertretbar“ist

Die von Veganern am häufigsten verwendete und auch bei uns weit verbreitete rein pflanzliche Margarine Alsan ist eines der scheinheiligsten Produkte, die ich kenne. Der Hauptbestandteil: Palmöl aus Brasilien. Dass das Palmöl aus biologischem Anbau ist, löst die meisten Probleme, die damit in Verbindung stehen leider überhaupt nicht. Und raffiniert, also extrem stark verarbeitet bis kaum noch Geschmack/Inhaltsstoffe enthalten sind, wird es auch. Natives Palmfett wäre rot. Rote Margarine habe ich aber noch nicht gesehen. Es bleibt jedem selbst überlassen, aber mir persönlich ist da die Butter von ordentlich gehaltenen und gefütterten österreichischen Bio-Heumilch-Kühen schon lieber. Damit unterstütze ich heimische Produzenten, die großartige Arbeit leisten. Oder (was viel öfter vorkommt) ich verwende eben kalt gepresste Öle, über die ich hier schon ganz ausführlich geschrieben habe.

Dieser Beitrag entstand völlig ohne Zusammenarbeit mit irgendeinem Unternehmen. Die erwähnten Produkte habe ich selbst gekauft und für die Erwähnung und das Lobhudeln bekomme ich nichts.

Ein Gedanke zu “Es gibt sie noch: Butter, wie sie schmecken muss

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