Warum ich keine Alu-Grilltassen kaufe

Ich liebe grillen. Seit ich endlich in einer Wohnung mit kleiner Outdoor-Area wohne, genieße ich es sehr, innerhalb kürzester Zeit den Gasgrill anwerfen zu können. Dementsprechend oft wird er genutzt (bei teuren Anschaffungen rechne ich übrigens in cost-per-use, insofern war der hochwertige Grill trotz dem ziemlich hohen Preis schon jetzt eine meiner besten Investitionen ever!). In schönen Sommerwochen kommt es vor, dass ich mehrmals grille, allein schon weil es draußen so viel angenehmer ist als in der Wohnung. Ich grille auch das ganze Jahr – im Winter zwar seltener, aber dennoch. Das einzige, was mich am Grillen immer schon gestört hat, egal ob bei mir oder woanders, war der Müll, der durch die Grilltassen anfällt – Alu noch dazu. Ich möchte mich weiterhin berechtigterweise über die Kapselkaffeehersteller aufpudeln und das kann ich nicht, wenn ich als High-Frequency-Griller selbst regelmäßig Alumüll produziere. Das Material der Einweg-Grilltassen ist schlechter als die billigste Bratpfanne, sie sind auf Dauer teuer und vor allem umweltschädlich. Also weg damit – egal ob Holzkohle- oder Gasgrill. Weiterlesen

Wenn ihr noch keine Sprossen züchtet: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt

Noch vor wenigen Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, mich (weitgehend) ohne importiertes Gemüse durch den Winter zu kochen. Heute habe ich viel dazugelernt, neue Erfahrungen gesammelt und verstehe ich nicht mehr, warum ich Paradeiser, Zucchini, Gurken etc. jemals im Winter gekauft habe. Nichts spricht dafür und vieles dagegen, aber darum geht’s hier gar nicht. Es ist Ende Jänner und ich gebe zu, ich freu mich schon auf den Frühling, wenn es wieder mehr frisches, heimisches Gemüse gibt.  Einstweilen retten mich neben köstlichem Wintergemüse auch Gläser über die kargen, kalten Monate. Das herrlich aromatische Tomatenconfit aus den hochsommerlichen Raritätenparadeisern, die in Verjus eingelegten Zucchini, der fermentierte Kürbis. Aber selbst, wenn man in den Erntemonaten nicht vorgesorgt hat, kann im Winter auf Gläser zurückgreifen: Sprossengläser – die wohl günstigste und einfachste Selbstversorgungsmaßnahme. Damit kommt wirklich Abwechslung in die Winterküche, ganz ohne Importware, die eh nicht wirklich schmeckt. Gerade im Winter, wenn die Auswahl an heimischem Frischgemüse eingeschränkt ist – gegen Ende Jänner wirds selbst für kreative Köchinnen schon ein biiiisserl zach – bin ich dankbar für die Vielfalt, die man sich mit Sprossen ganz einfach selbst züchten kann: ohne Erde, ohne Garten, ohne viel Aufwand. Man braucht wirklich keinen grünen Daumen, um tolle Ernte einzufahren, den hab ich nämlich auch nicht. Ich schreibe diesen Beitrag, weil es trotzdem so wenige Menschen machen und hoffe, ihr habt Freude daran, Sprossen selbst auszuprobieren.

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Diesen Kochfehler bemerkt man erst, wenn man ihn endlich vermeidet

Obwohl ich mich in meinem postgraduate Studium derzeit mehr mit großen, komplexen Zusammenhängen in der Kulinarik auseinandersetze, brennt mir diese simple Alltags-Kochtipp unter den Nägeln. Längst überfällig ist es, eines meiner wichtigsten Koch-Learnings der letzten Jahre mit Euch zu teilen. Es gibt nämlich einen Fehler, der selbst versierten Köchen noch überraschend oft passiert, auch mir bis vor ein paar Jahren, obwohl er logisch und so einfach zu vermeiden ist . Die wenigsten Rezepte berücksichtigen kleine, feine Details wie dieses – fahrlässig wie ich finde, weil es einen riesigen Unterschied macht und gleichzeitig  einer der simpelsten Küchentipps ist, die mir einfallen. Man braucht dazu weder teures Equipment noch handwerkliche Fähigkeiten. Nur das Bewusstsein und vielleicht ein kleines bisschen Muße. Darum heute ein Beitrag über eines meiner wichtigsten Learnings der letzten Jahre. Die Belohnung sind erstaunlich bessere Kochergebnisse aka herrliche Röstaromen und bessere Konsistenz!
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Asia-Grillabende und Gochujang – fermentierte Bohnenpasten (3/3)

Erinnert ihr euch noch an meine Serie über fermentierte Bohnenpasten? Nach Miso und Doenjang geht’s heute um Gochujang – mit Absicht genau jetzt, in der Grillhochsaison, denn da setze ich sie besonders gern ein, sowohl als Marinade als auch als Dip oder in einer Mischung namens Ssamjang. Weil ich sehr oft grille, mag ich Abwechslungen an Grillabenden. Deshalb halte ich hin und wieder sehr gerne den ganzen Abend asiatisch. Das mach ich auch deshalb so gern, weil ich dabei meinen Wok am Grill verwenden kann.  Wie Doenjang kommt Gochujang ebenso aus der koreanischen Küche. Während einem halben Jahr in Canada mit vielen koreanischen Studienkollegen und später auf Reisen in Korea durfte ich diese Küche ausgiebig erleben und lernte sie lieben. Besonders die spannenden traditionellen Speisen und Zutaten in diesem Land begleiten mich bis heute.

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Pflanzliche Milch selbst gemacht – zahlt sich aus <3

Die wachsende Präsenz von pflanzlicher Milchalternativen hat auch ihre guten Seiten. Mich persönlich faszinieren sie schon eine ganze Weile, obwohl ich weder Veganerin noch allergisch oder laktoseintolerant bin. Ganz im Gegenteil, ich schätze traditionelle Milchprodukte sehr und finde sie unersetzbar. Aber ich liebe Vielfalt! Und es tut uns allen und der Umwelt gut, weniger tierische Produkte zu konsumieren. Neugierig, wie ich bin, habe ich ziemlich alles ausprobiert: Mandelmilch, Sojamilch, Hanfmilch, Reismilch, Hafermilch, Kokosmilch, Cashewmilch…, war enttäuscht und/oder angeekelt von den meisten Produkten. Denn “vegan” heißt halt nicht automatisch gut – weder geschmacklich noch ordentlich hergestellt.Die wenigen wirklich guten Produkte haben aber Einzug in meinen kulinarischen Alltag gehalten. Seit kurzem experimentiere ich besonders viel mit pflanzlicher Milch. Ich bin nämlich ziemlich begeistert von einem Gerät namens ANDSOY, mit dem ich alle möglichen und bisher unmöglichen Varianten recht einfach, umweltschonend und günstig selbst herstellen kann. Geschmacklich kommt dabei sowieso das Beste raus, was ich bisher kenne. Ich mache hier nicht oft Werbung für Küchengeräte, aber dieses hier hat es echt verdient und könnte noch vielen Freude machen. Weiterlesen

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Gebeizte Eidotter

Gerade rechtzeitig zur Spargelsaison möchte ich Euch eine Methode für ein etwas anderes Topping zeigen: Gebeizte Eidotter. Ich verwende Sie mittlerweile regelmäßig über vielen Gerichten, eine herrliche Alternative zu Parmesan, Bottarga, oder was man sonst so umami-geladenes über Gerichte streuen kann. Kompliziert ist es nicht, Eidotter zuhause zu beizen. Feingefühl braucht man aber und ein wenig Zeit. Ihr werdet sie lieben! Weiterlesen