Gansl essen Pt. 2 – Ganze Gansl, Enten & Puten kaufen in Wien

Mindestens so oft wie „wo kann man gut Ganslessen gehen“ fragen mich Bekannte, Leser, Follower um diese Jahreszeit wo man denn ein gutes Gansl/Ente/Truthahn…für die Zubereitung zuhause bekommen würde. Früher habe ich sehr viel Geflügel gegessen, mittlerweile ist mir der Appetit auf konventionelles Mastgetier ziemlich vergangen. Wenn wir schon Tiere essen, was nicht wirklich notwendig ist, dann müssen sie gut gelebt haben, stressfrei getötet worden sein und mit fairen (=höheren) Preisen bezahlt werden. Zum Glück gibt’s auch für uns Stadtbewohner gute Bezugsquellen für ordentlich aufgezogene Tiere, die freilaufend und artgerecht leben und fressen durften, mit Respekt behandelt und verarbeitet werden. Naturgemäß sind die Bezugsquellen nicht nur, aber vorwiegend wienlastig, die LeserInnen in den Bundesländern mögen es mir verzeihen. Wenn ihr in eurer Nähe Tipps habt, könnt ihr diese gerne unten ergänzen. Weiterlesen

Wer braucht schon Champagner. Pét Nat – meine unverhoffte Sprudelliebe!

Ich war nie ein großer Schaumwein-Fan. Selbst wenn ich sündteuren Champagner oder andere erstklassige Tropfen angeboten bekommen habe, kam ich zum Schluss, dass ich in dem Punkt wohl eine Banause bin und es mehr an mir als an der Qualität des Glasinhalts liegt, dass mir Sekt, Prosecco & Co bis auf seltene Ausnahmen einfach nicht schmecken. Nicht schlimm eigentlich, ich hab mir schon Alternativen zum feierlichen Anstoßen gefunden. Einen guten Weißwein zum Beispiel. Die unerwartete Wende in meiner persönlichen Sprudellovestory kam mit Kronkorken versiegelt und heißt Pét Nat. So nennt sich kohlensäurehaltiger, trockener Wein, der auf eine wilde, sehr natürliche Art und Weise hergestellt wird und mir eine neue Welt der sprudelnden Geschmackserlebnisse eröffnet hat. Wenn man ein bisschen sucht, bekommt man den guten Stoff auch von österreichischen Winzern. Weiterlesen

Weihnachtsgeschenke für Foodies

Im letzten Jahr habe ich eine Liste von besonderen Kochbüchern als Weihnachtsgeschenk-Tipps verfasst. Die gilt freilich immer noch, auch altbewährte Kochbücher sind gute Kochbücher! Weil aber nicht jeder, der sich für gutes Essen und Trinken interessiert, zwangsläufig eine Freude mit Kochbüchern hat, gibt’s heute eine erweiterte Liste. Ich habe ein breites Spektrum an Geschenktipps zusammengestellt für alle, die gerne dem guten Essen und Trinken frönen.

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Warum ich Geflügel nur noch im Ganzen kaufe

Es gibt so viele Gründe dafür und quasi keine dagegen, egal ob man nur an das persönliche Geschmackserlebnis denkt oder sich auch um die Umweltfolgen seines Konsums schert, in jedem Fall: Höchste Zeit, die Hendl-Gewohnheiten zu überdenken. Nur weil etwas heutzutage angeboten wird, ist es noch nicht besser. Immer weniger Konsumenten kaufen ganze Hühner, am Verkaufswert hat Brustfleisch alleine knapp 46%. Tendenz steigend (Quelle: AMA). Das ist nicht nur geschmacklich ein trauriger Verlust, sondern weit darüber hinaus problematisch und irrational. Auch bei Bio-Ware! Das habe ich, wie so vieles, auch erst mit der Zeit gelernt und vor ein paar Jahren meine Gewohnheiten geändert. Lange Zeit dachte ich selbst, Filet sei immer die beste Wahl – völlig absurd scheint es mir heute. Ich lade Euch ein, Eure Hendl-Konsumgewohnheiten mal wieder zu überdenken. Hier eine Liste der für mich überzeugendsten Argumente, die Reihenfolge ist kein Abbild der Priorität.

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#beyondsweetness ein Workshop für mehr geschmackliche Vielfalt

Der Massengeschmack ist süß – bei Speisen wie Getränken. Die überlagernde Süße betrifft leider auch die Spitzengastronomie. Viel zu wenig zur Geltung kommen häufig andere Geschmacksrichtungen, aus Angst sie dem Gast nicht zumuten zu können. Bitterstoffe werden aus allem möglichen herausgezüchtet und bekämpft, richtig Saures zu servieren trauen sich die wenigsten. Ich liebe sauer und bitter. Deshalb hat mir die Idee des Abends – ein Menü unter dem Motto „beyond sweetness“ gleich gefallen. Nina geht’s da genau wie mir – quasi mein Foodie in crime, mindestens so begeistertes taubenkobel-und-Mühltalhof-Fangirl wie ich, Süß-skeptikerin, Zitrusfreak und Bitterstoffaficionado. Ihr hab ich es zu verdanken, dass wir bei #beyondsweetness nicht wie gewohnt als Gast am Tisch saßen sondern – natürlich viel spannender – bei der Vorbereitung des Menüs dabeisein durften. Sie ist zum Glück genauso neugierig wie ich, vielleicht noch ein bisschen mutiger, denn sie hat einfach gefragt und auch an mich gedacht. Und gastfreundlich, herzlich und großartig wie Barbara und Alain vom taubenkobel eben sind, durften wir vergangene Woche als „Outsider“ zusehen. Ich weiß nicht, ob sie wissen, welche unbezahlbare Ehre und Freude sie mir damit bereitet haben. Am Vortag trafen sich also die (Gast-)Köche und Sommeliers aus dem DACH-Raum im taubenkobel für einen Workshop, um gemeinsam das Menü zu gestalten. Jeder Koch bekam vorab zur individuellen Vorbereitung einen Geschmack zugeteilt: süß, salzig, sauer, umami und bitter. Und das kam dabei heraus: Weiterlesen

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Pflanzliche Milch selbst gemacht – zahlt sich aus <3

Die wachsende Präsenz von pflanzlicher Milchalternativen hat auch ihre guten Seiten. Mich persönlich faszinieren sie schon eine ganze Weile, obwohl ich weder Veganerin noch allergisch oder laktoseintolerant bin. Ganz im Gegenteil, ich schätze traditionelle Milchprodukte sehr und finde sie unersetzbar. Aber ich liebe Vielfalt! Und es tut uns allen und der Umwelt gut, weniger tierische Produkte zu konsumieren. Neugierig, wie ich bin, habe ich ziemlich alles ausprobiert: Mandelmilch, Sojamilch, Hanfmilch, Reismilch, Hafermilch, Kokosmilch, Cashewmilch…, war enttäuscht und/oder angeekelt von den meisten Produkten. Denn „vegan“ heißt halt nicht automatisch gut – weder geschmacklich noch ordentlich hergestellt.Die wenigen wirklich guten Produkte haben aber Einzug in meinen kulinarischen Alltag gehalten. Seit kurzem experimentiere ich besonders viel mit pflanzlicher Milch. Ich bin nämlich ziemlich begeistert von einem Gerät namens ANDSOY, mit dem ich alle möglichen und bisher unmöglichen Varianten recht einfach, umweltschonend und günstig selbst herstellen kann. Geschmacklich kommt dabei sowieso das Beste raus, was ich bisher kenne. Ich mache hier nicht oft Werbung für Küchengeräte, aber dieses hier hat es echt verdient und könnte noch vielen Freude machen. Weiterlesen