Jahresrückdank 2015

Jahresrückblicke langweilen mich, weil alles, worüber geschrieben wird, eh schon ausführlich berichtet wurde. Aufg’wärmt is nur a Gulasch guad, heißt es doch? DANKE sagen kann man allerdings nie genug. Daher ist mir dieser Artikel ein Anliegen, obwohl er nur unvollständig sein kann und trotzdem viel zu lang ist (sagen die SEO-Experten) und obwohl ich mich unterm Jahr immer bemühe, Dank lautstark kundzutun, wenn er angebracht ist und von Herzen kommt. Wem es zu fad ist, der darf gespannt sein aufs nächste Jahr, in dem ich sicher wieder viel neues (kennen)lernen und hier auf Finespitz.at mit Euch teilen werde. Denn wie heißt es so schön „life never stops teaching“.

Die Reihenfolge ist bedeutungslos, die Aufzählung wird immer unvollständig bleiben.

Verbindlichster Dank geht an

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Nina Mohimi & Dani TeRbu a.k.a. The Coolinary Society

Denen haben alle heimischen Kulinarik-Aficionados ganz irre viel zu verdanken, nicht nur das Food Camp. Ein eigener Blogpost ist dafür zwar  immer noch  nicht genug Dank, aber geschrieben hab ich ihn trotzdem. Hier.

Helmut, Philipp & Johanna Rachinger / Mühltalhof

für das uneingeschränkte Wohlbefinden, das mich überkommt, wenn ich Mühltalhof-Terrain betrete – ein paar Stunden und ich bin erholt, als wäre ich tagelang auf Urlaub gewesen. Für die Lässigkeit, die dort herrscht, weil z.B. wirklich egal ist, was man anhat oder woher man kommt. Für Wildkultur- und Wildfangfisch. Für das beste Geburtstagsessen in der gemütlichsten Stube. Für die Möglichkeit, einfach hinzukommen, und keine Speisenauswahl treffen zu müssen, weil fantastisch sein wird, was immer die Küche schickt. (Codewort: Carte Blanche!) Obwohl ich 2015 wieder so viel neues, großartiges kennenlernen durfte: Der Mühltalhof bleibt unangefochten mein allerliebster kulinarischer Ort.

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„Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr“ Wildfangreinanke auf Salzstein

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Und Danke für die Schindeln 🙂

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Meine Eltern

für die gemeinsame Begeisterung für gutes Essen, die sie mir mitgegeben und immer gefördert haben. Für gemeinsame Urlaube seit meiner Geburt, die nie langweilig wurden und bei denen Kulinarik immer im Zentrum stand. Für den hohen Stellenwert gemeinsamer Genusserlebnisse überhaupt. Die sind leider seltener geworden, aber nicht weniger schön.

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Außerdem für eins der besten Geburtstagsgeschenke: einen Kochkurs im Culinariat und zu guter letzt explizit meiner Mama für den lustigsten #instamoment des heurigen Jahres. Welcome on Instagram, Mama <3

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Die beste Tischgesellschaft

Man kannte sich von Twitter, irgendwann wurde beschlossen, dass es die gemeinsame Begeisterung für Kulinarik erfordert, sich regelmäßig offline zu treffen. Das machen die @ursriegler @kathrinlimpel @PatrickGruska @NadjaBuchmuelle @coolhunterin und ich jetzt auch, mal mehr mal weniger und dann und wann begleitet von anderen liebenswerten Foodies. Eine Runde, die ich keinesfalls missen möchte und die viele lustige Abende mit sich gebracht hat. Das Highlight zu Jahresende war definitiv der Besuch im #taubendogen, der Pop-Up Küche des Taubenkobel in Wien. Danke für die gemeinsame Begeisterung und die unterhaltsamen Abende!

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Aber die beste Tischgesellschaft wäre überhaupt nix ohne

Gastronomen & ihr Personal – to whom it may concern

Meine tiefste, dankbarste Verbeugung gebührt allen, die in dieser Branche weiterhin große Arbeit leisten, quasi rund um die Uhr und mit immer mehr Steinen im Weg. Reich wird davon keiner. Je mehr ich mich mit der Gastronomie auseinandersetze, umso mehr erstarre ich in Ehrfurcht und umso dankbarer bin ich als Gast. Es ist wahrlich nicht leichter geworden und auch 2015 mussten leidenschaftliche Gastronomen mit tollen Betrieben, die ich sehr schätzte, schließen – because it’s 2015. Mögen die Politiker gscheiter, die mühsamen Gäste nicht mehr und die Vorschriften nicht noch depperter werden. DANKE an alle von den Servicekräften über die Köchinnen und Köche bis zum Management, vom Beisl bis zum Haubenlokal – DANKE DANKE DANKE, dass ihr euch das alles antut und immer noch so gastfreundlich und leiwand seid .

Martin Kilga von Brandtners Paradoxon in Salzburg

Martin Kilga von Brandtners Paradoxon in Salzburg, dessen Kochkunst ich heuer kennenlernen durfte

Reinhard Geßl, Jürgen Schmücking & FIBL

für die spannende Veranstaltungsserie „FIBL Tasting Forum“. Auch 2015 durfte ich wieder an einigen teilnehmen, mein persönliches Highlight war der Räuchernachmittag in der ARGE Biofisch (viele tolle Fotos von Reinhard hier). Erstens, weil ich ein großer Räucherfischfan bin und zweitens, weil mein Fischdealer No. 1 durch den Abend führte, Marc Mößmer.

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Reinhard Geßl (FIBL). Danke, Reinhard!

Fischräucher-Workshop mit Marc Mößmer, Oliver Reiter, Arge Biofisch 1170 Wien

Fischräucher-Workshop mit Marc Mößmer, Oliver Reiter, Arge Biofisch 1170 Wien (Foto: Reinhard Geßl)

Fischräucher-Workshop mit Marc Mößmer, Oliver Reiter, Arge Biofisch 1170 Wien, Bio-Zander

Einer von vielen spannenden FIBL-Tasting Forum Abenden (Foto: Reinhard Geßl)

Auch Paradeiserkaiser Erich Stekovics führte durch ein Tasting Forum

Auch Paradeiserkaiser Erich Stekovics führte durch ein Tasting Forum (Foto: Reinhard Geßl)

Die FIBL-Tasting Foren sind offen für alle Bio-Interessierten, für regelmäßige Infos dazu am besten via office@freiland.or.at in die Einladungsliste eintragen lassen und beim nächsten Mal dabei sein. Reinhard ist haben wir übrigens auch den 1. Bio-Wissensmarkt zu verdanken, ein tolles neues kulinarisches Format, das  2016 fortgesetzt wird! Juhu!

Marc Mößmer & Die ArgE Biofisch

die uns Stadtbewohner mit allerfeinstem Biofisch (und auch Geflügel, der Name ist irreführend) von heimischen Züchtern versorgen. Marc Mößmer leistet überhaupt Pionierarbeit die zukunftsfähige Biofischversorgung betreffend. Seine Arbeit hat unschätzbaren Wert. Für mich vor allem, denn ich liebe Fisch und möchte ihn auch in Zukunft essen. Danke. Danke. Danke. Danke außerdem für den Biofisch-Heurigen, die einzig vernünftige Steckerlfischquelle in Ostösterreich.

Marc Mößmer, ARGE Biofisch

Marc Mößmer, ARGE Biofisch

Meine geliebten Food Magazine & ihre Autoren

Es gibt viele schöne, gute, lesenswerte Food Magazine, leider nicht immer genug Zeit, alle zu lesen. Ich habe einige schon lang abonniert, Lucky Peach (englisch) und Effilee (deutsch) bleiben meine absoluten Topfavoriten. Für diese beiden muss immer Zeit sein, für jede einzelne Seite.

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Großartige Interviews

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und vielseitig, fachkundig, kreativ aufbereitete Dossiers

Am österreichischen Magazinmarkt danke ich dem Rolling Pin, neben Branchennews gibt es hier auch immer wieder inspirierende Rezepte von Haubenköchen. Beim Dank an den Rolling Pin geht es aber nicht nur um das Magazin an sich, sondern um die vielen Leistungen, die der Verlag generell für die Gastronomiebranche erbringt, die Talentförderung und den brancheninternen Austausch. Davon profitieren in weiterer Folge alle österreichischen Gäste und solche wie ich besonders, weil ich halt extrem neugierig bin, was Gastronomie betrifft. Ein Beispiel sind die

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Danke für eine hochkarätig besetzte, spannende, lustige, inspirierende, beeindruckende Veranstaltung auf internationalem Spitzenniveau, wo man den Profis auf Augenhöhe begegnen kann. Eine der spannendsten Sessions war für mich die „Cuisine Alpine“ Master Class mit Andreas Döllerer – wo hat man schon mal diese Chance? Die Chefdays waren die Anreise nach Graz absolut wert, für mich das mit Abstand beste Event auf dem ich heuer in Österreich war.

Master Class "Genusspatrioten" mit Andreas Döllerer (Foto: CHEFDAYS)

Master Class „Genusspatrioten“ mit Andreas Döllerer (Foto: CHEFDAYS)

Immer wieder spannend: Talk mit Roland Trettl (Foto: CHEFDAYS)

Immer wieder spannend: Talk mit Roland Trettl (Foto: CHEFDAYS)

Der bodenständige Haubenkoch und "Steirawirt" Richard Rauch (Foto: CHEFDAYS)

Der bodenständige Haubenkoch und „Steirawirt“ Richard Rauch (Foto: CHEFDAYS)

Spitzenköche zeigten live on Stage ihre Kreationen, hier ein Teller von Paul Ivic. (Foto: CHEFDAYS)

Spitzenköche zeigten live on Stage ihre Kreationen, hier ein Teller von Paul Ivic. (Foto: CHEFDAYS)

Thomas Ruhl, Port Culinaire & CHEFSACHE KÖLN

Eine mindestens so aufregendes Festival, für das ich mich im September auf den weiteren Weg nach Köln gemacht habe. Auch das hat sich gelohnt, ein weiteres Mal durfte ich etwa Tim Raue zuhören, den ich immer wieder super finde. Danke an Port Culinaire, ein über die Chefsache hinaus beachtliches Kompetenzzentrum für Kulinarik im deutschsprachigen Raum. Besonders die Sammelbänder und Bücher haben es mir angetan. Danke für Eure wertvolle, spannende, tolle Arbeit, die Laien/Gästen wie mir Themen aus der Spitzengastronomie zugänglich machen – allen voran Mastermind Thomas Ruhl.

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Massimo Bottura on stage bei der CHEFSACHE Köln


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DIE KULINARISCHEN ERBEN DER ALPEN

Barbara Klein, die ich auf Grund ihrer Arbeit für die von mir heiß geliebte Ölmühle Fandler kennenlernen durfte, hat uns 2015 ein besonderes Geschenk gemacht: Sie hat „Die kulinarischen Erben der Alpen“ ins Leben gerufen.

Barbara Klein (Bild: )

Barbara Klein (Bild: Marion Luttenberger)

Dominik Flammer (Bild: Sylvan Müller)

Dominik Flammer (Bild: Sylvan Müller)

Gerade kulinarisch gibt es so viel in der Alpenregion, was Gefahr läuft, in Vergessenheit zu geraten. Ein Grund dafür ist, dass die letzten, die darüber noch was wissen, nicht die besten Marketer sind und schon gar nicht onlineaffin. Barbara ist beides. Obwohl die Initiative erst ganz am Anfang steht, steht für mich jetzt schon fest: Wir haben ihr und Dominik Flammer und allen engagierten Unterstützern für ihren Einsatz zu danken und sie ganz oben auf der Watchlist zu behalten.

AMA & das #apfeldazu Team

für eine wirklich spannende, nette und lustige Kooperation zu einem wichtigen Thema, das nicht ganz so banal ist, wie es klingt, dem österreichischen Apfel. Es war mir eine Ehre, dabei zu sein. Weil die neuseeländischen Äpfel brauchen wir wirklich nicht. Hier meine Story. Und danke an alle, die mir so liebe Nachrichten geschrieben haben. Ruhm und Ehre das tolle Foto betreffend gebührt vor allem der Fotografin Inge Prader, die uns so feinfühlig und professionell inszeniert hat.

Friendship.is / Feldküche / Sommerfrische Salzburger Land

Die Teams von friendship.is und Sommerfrische Salzburger Land, die sich dort & da überschneiden, haben uns auch heuer wieder eine Reihe von unvergesslichen, einzigartigen Erlebnissen beschert. Mehr zur Sommerfrische Salzburger Land steht z.B. hier bei meine Bericht über den Abend in der alten Elektromotorenwerkstatt in Salzburg-Stadt. Hier gibt’s Fotos vom Ausflug nach Leogang. DANKE euch allen für den unermüdlichen Einsatz, die einzigartigen Erlebnisse, den kulinarischen Hochgenuss,  die lustigen Abende, das Zusammenbringen von leidenschaftlichen Genießern an ungewöhnlichen Orten und vor allem die Bühne, die ihr den besten Produkten & Produzenten unseres kulinarisch so vielfältigen Landes gebt. Die Feldküche hat nicht nur eine großartige Waldwerkstätte abgefeiert, sondern auch mit meinem geschätzten Kooperationspartner Ja!Natürlich ein unkonventionelles Projekt namens „Aus Bauernhand“ federführend entwickelt.

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Ja! Natürlich

für mittlerweile über 2 Jahren Zusammenarbeit für die Ja!Natürlich Küchengeschichten. Es ist eine Zusammenarbeit, die mir irrsinnig viel Spaß macht. Sie funktioniert so gut, weil sie auf gegenseitiger Wertschätzung beruht. Ich kann die Arbeit von Ja! Natürlich zu 100% unterstützen und sehe sie als absolute Bereicherung am österreichischen Markt, nicht nur, weil ich die Produkte als Konsumentin liebe (und das schon lange vor unserer Zusammenarbeit).

heumilchIch schätze die unermüdliche Pionierarbeit, die das Unternehmen für die Landwirtschaft und Lebensmittelbranche leistet. Man kann diskutieren und nachfragen. Wenn man kritisch nachfragt, bekommt man ehrliche Antworten. Die Transparenz schafft Vertrauen, auch wenn es natürlich immer noch Spielraum für Verbesserungen gibt. Die oben schon erwähnten Initiative „Aus Bauernhand“ ermöglichte mir und anderen interessierten KonsumentInnen z.B. einen eindrucksvollen Besuch beim Heumilchbauer Sommerauer oder beim Jungrindhof Kupfer, was mich in meiner Begeisterung für die Marke bestätigt hat. DANKE für immer mehr Bio-Produkte und Obst/Gemüseraritäten in den Supermarktregalen.

DIE WAHNSINNIGEN

Alle gleichgesinnten Kulinarik-Aficionados, Hobbyköche, Foodies und Bloggerkollegen, mit denen ich lustige, kulinarische, tolle Erlebnisse hatte, die es nicht komisch finden, wenn man aus purer Neugier tausend Dinge nachfragt und alles fotografiert, die sich genauso in kulinarische Themen reinsteigern wie ich, mit denen ich anlassbezogen Tauschgeschäfte machen und mich gemeinsam an einer besonderen Quelle erfreuen konnte. So viel habe ich von anderen Food Bloggern und Hobbyköchen gelernt, immer wieder stellt sich dabei heraus: People who love food are the best people. Außerdem Danke an alle Gastronomen, Produzentinnen und Produzenten, die meine Neugier ertragen, sogar geweckt und gefördert, mir ihre Türen geöffnet und mich lernen und entdecken haben lassen. Es war mir eine Ehre.

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Beim Huchenfiletieren mit Stefan Resch, Küchenchef im „The Bank“ Restaurant im Park Hyatt Wien.

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Staunen mit Anette Ahrens in der Wunderkammer Wien

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Bei den Zitrustagen um ein Mal mehr der vielgerühmten Katha Seiser zu lauschen

WIEN

Danke Wien, meine Wahlheimat, mit einer Foodie-Szene die ich nicht missen möchte, mit einzigartigen, wunderbaren Menschen und Plätzen. Auch heuer gab es wieder viele spannende Neueröffnungen, allen vor an die Marktwirtschaft mit dem Lokal Die Liebe, wo es aktuell die spannendsten Drinks gibt, die ich in Wien bisher so erleben durfte. Petz im Gusshaus, O Boufés vom sympathischen Konstantin Filippou, Es gibt ReisMiznon oder die Kuchlmasterei mit einem sensationellen Sommelier. Das sind nur ein paar davon, aber man sieht an dieser Aufzählung, dass in allen Kategorien was feines dabei ist. Dazu kommen die zahlreichen Alltime Favourites der letzten Jahre. Und die Märkte, Events und Pop-Ups, wovon manche wirklich irre viel Freude machen. Wien, Wien nur du allein <3

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MOCHI & TAUBENKOBEL

für das coolste, entspannteste und gleichzeitig aufregendste Pop-Up-Event des Jahres. Meinen fotografischen Nachbericht dazu gibt’s hier. Und Nina, die mir ohne zu fragen einen Platz reserviert hat.

Die Küchenteams von Mochi und Taubenkobel machten am 1.11.2015 einmalig gemeinsame Sache

Die Küchenteams von Mochi und Taubenkobel machten am 1.11.2015 einmalig gemeinsame Sache

Die GB* 6/8/16

die uns sehr hilfsbereit und unkompliziert mit ihren Räumlichkeiten die perfekte Location für gemeinsame Kochabende mit Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Danke überhaupt an alle, die dabei waren, mitgeholfen, mitgekocht und gegessen haben. Es war eine Riesenfreude für uns und unsere Gäste, von denen wir kulinarisch einiges gelernt haben. Das ganze fand im Rahmen der Initiative Fremde werden Freunde statt. Danke @kathrinlimpel die hier federführend tätig ist und mich ins Boot geholt hat. Danke Isabella und Eva, die mit mir die Kochabende organisiert haben.

Einer unserer Kochabende mit syrischen und österreichischen Gerichten

Einer unserer Kochabende mit syrischen, iranischen und österreichischen Gerichten

Die Sendungsverantwortlichen für ORF frisch gekocht

für den überraschendsten TV-Relaunch des Jahres. Andi & Alex gibt’s noch ein Mal pro Woche, die restlichen 4 Tage werden von der heimischen Küchenelite bespielt: Der kreative Wirtshauskoch Richard Rauch, Grande Dame  Lisl Wagner-Bacher, Veggie-Spezialist Paul Ivic, der Grieche Konstantin Filippou, Andreas „Cuisine Alpine“ Döllerer und Meisterpatissière Eveline Wild wechseln sich ab. Das Niveau ist hoch, aber umsetzbar, die Rezepte viel spannender als früher.Von den TV-Köchen kann man auch als geübter Koch wirklich fast täglich neues lernen. Die Gestaltung ist durchaus mutig, denn die Rezepte sind unkonventionell, anspruchsvoll und auch Themen wie Nose-to-tail bekommen ihren Platz – das ist wichtig und fällt definitiv unter Bildungsauftrag. Hier ist die Expertise der Spitzenköche besonders wertvoll, denn ein Filet zuzubereiten ist wirklich nicht besonders schwer.

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Danke an den ORF, dass er nicht nur massentaugliche Gerichte kochen lässt, sondern die Köche wirklich spannende Eigenkreationen präsentieren dürfen – auch wenn das Filet bei Zusehern immer noch beliebter ist als Bries. Umso wichtiger ist, dass die Sendung zum Ausprobieren anregt. Die Köche wirken angenehm authentisch – als Profiköche, nicht als Entertainer – ein riesiger Unterschied zum vorigen Konzept. Ich bin echt Fan geworden und schaue fast jede Folge irgendwann in der TV-Thek nach. Weil sie einfach wirklich gut gemacht sind. Das hätte ich nie gedacht. Danke ORF und Danke an die beteiligten Köche für die konstant sehenswerte Sendung, ich kann nur jedem empfehlen, reinzuschauen. Hier gibt’s alle Rezepte.

Culinariat Hellmonsödt

für das unangefochten beste Beef Tatar Österreichs (mit confiertem Eidotter on top statt rohem!) in diesem Jahr vermutlich die Speise, die ich in einem Restaurant am häufigsten bestellt habe.

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SARAH KROBATH

für die erste, aber nicht letzte Vienna Foodie Quest – eine spannende kulinarische Schnitzeljagd durch Wien, die so viel Spaß gemacht hat. Als Teilnehmer hat man von der Einladung bis zum Schluss gemerkt, wie viel Liebe, Enthusiasmus, Zeit (!) und Herzblut Sarah Krobath in dieses Projekt gesteckt hat, das sie von der Idee bis zur Umsetzung ehrenamtlich und ganz alleine gestemmt hat. Das verdient höchsten Respekt. 1.625 EUR sind zusammengekommen, das bedeutet zwei Gärten für Kenia. Mehr zum Spendenzweck hier. Danke, dass ich dabeisein durfte, auf ein neues 2016!

Mirela und ich vor Dottore Porchetta beim #vfq15

Dottore Porchetta, Mirela und ich beim #vfq15. Station Karmelitermarkt.

Also wenn’s nach mir geht: Macht euch keinen Stress mit Neujahrsvorsätzen – wenn ihr mir in meinem Leben erhalten bleibt, wie ihr seid, ist das schon ein Riesenglück <3 Happy Everything!

 

2 Gedanken zu “Jahresrückdank 2015

  1. Claudia Braunstein schreibt:

    Also mir war der Artikel nicht zu lange;-) Bei manchem frisst mich der Neid, Mühltalhof, mehr sag ich nicht und mein Highlight ist deine Mama! Liebste Grüße aus Salzburg, Claudia

    • Finespitz schreibt:

      Danke fürs Lesen! Mein Highlight ist auch meine Mama 😉 und fürs neue Jahr wünsche ich dir mindestens 1 Besuch bei den Rachingers!

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