Eine fantastische Premiere unter Feinspitzen #twitcook06

Erst beim 6. Twitcook habe ich es geschafft, endlich mal an dieser fidelen Kochrunde teilzunehmen. Das Motto hätte für meine Premiere nicht besser sein können – Grillage. Fleischeslust. Sommerabend. Bio-Zutaten vom Feinsten sowieso, denn die gibt’s bei jedem Twitcook. Vorfreude Galore.

Der Vollständigkeit halber muss ich hier festhalten, dass es eben keine Grillage war. Es gab keine Kohle. Keinen Rost. Wir haben Kochplatten verwendet. Also war es eigentlich Kochen im Freien. Das tat aber dem Genuss, der Freude und Heiterkeit keinen Abbruch, denn dafür war das Essen ratzfatz servierfertig. Und wo Bio-T-Bone-Steaks in Fingerfoodgröße als Appetizer durchgereicht werden, ist ohnehin ein Ort der Glückseligkeit.

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Bio T-Bone Deliciousness

Twitcook-Nachwuchs und Milchkalb-Expertise

Besonders erfreulich fand ich, dass auch Kinder schon mit Begeisterung dabei waren, es ist immer wieder schön zu sehen, wenn sich auch der Nachwuchs schon für gemeinsames Kochen mit frischen Lebensmitteln begeistern kann. YEAH! Im Übrigen könnte es auch Instacook heißen, ein Supergau an Food-Bildern wurde ins Instaversum abgefeuert, einige wenige meiner Schnappschüsse seht ihr hier.

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#Favourite

Das lukullische Highlight für mich war der Lungenbraten vom Milchkalb, perfekt auf den Punkt gegart und ruhen gelassen von den außerordentlich kompetenten Herren @_alexoswald und @kcabana, die zwar den Verlosungsprozess getürkt hatten, aber es sei ihnen nicht nur verziehen, sondern gedankt, dass sie sich der feinen Fleischstücke angenommen haben. Auch meine geliebten Kräuterseitlinge waren mit von der Partie, derer durfte ich mich im Zuge der Salatproduktion annehmen, vielleicht hat der ein oder andere schon mal bemerkt, dass ich mit regelmäßigen Kräuterseitling-Huldigungs-Postings auf diversen Plattformen versuche, dieser Pilzdelikatesse zu ihrem wohlverdienten Ruhm zu verhelfen.

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Salat & Fleisch! Kann ich!

Und nein, ich erwähne in der alltäglichen on- und offline Kommunikation nicht ab und zu gute Ja!Natürlich Produkte, damit ich zu Twitcook-Events kommen kann (da darf sich übrigens jeder anmelden, so lange Platz ist), oder weil ich dafür bezahlt werde, oder weil ich in sonst einem Nahverhältnis zum REWE-Konzern stehe. Ich bin gegen eine Konsumkultur, in der sich immer nur der unzufriedene Konsument zu Wort meldet. Hinter Marken, die es schaffen, Kunden zu begeistern und nachhaltige Beziehungen aufzubauen, stehen in den meisten Fällen Menschen, die wirklich gute Arbeit leisten. Diese haben es meiner Ansicht nach verdient, dass auch Positives zurückkommt. Nach wie vor ist es leider relativ unüblich, sich als zufriedener Kunde aktiv zu äußern.

Ich schätze die Arbeit, die von dieser Marke geleistet wird. Und damit meine ich nicht nur das Marketing und Best-Practice-Social Media-Präsenz, (z.B. in diesem Fall), damit meine ich auch das Qualitätsmanagement, das eine so transparente Kommunikation und authentische, sympathische Markenführung möglich macht. Hier kann ich natürlich nur so weit urteilen, wie es mir als interessierter und überdurchschnittlich neugieriger Konsument möglich ist. Von dieser Ansicht bleibe ich aber überzeugt, so lange ich keinen Grund sehe, anders zu denken.

Leiwand finden ist out, kritisieren ist in!

Wer mit Leidenschaft Bashing betreibt, nicht zuletzt um sich selbst zu profilieren, sieht in erster Linie den Ach-so-bösen Konzern REWE hinter der lieblich anmutenden Schweinderl-Marke. Ja, stimmt, ist ein großer, mächtiger Konzern mit all seinen Nachteilen. So lange ich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit Produkten und Wertschöpfungsketten bei Ja!Natürlich immer wieder in dem Glauben bestätigt werde, dass hier wirklich wertvolle Arbeit geleistet wird, die ohne den starken Konzern im Rücken vielleicht gar nicht möglich wäre, sehe ich keinen Grund, ein negatives Bild der Eigenmarke zu zeichnen oder gezwungen Kritik an einem großen Unternehmen zu üben, nur weil das gerade schick ist. Und ich wage zu behaupten, dass ich mich mit den Hintergründen so mancher Marke intensiver auseinander gesetzt habe als viele Kritiker.

An dieser Stelle ein Dank an Ulli Cecerle-Uitz und ihr Team von Ja!Natürlich. Anje Reindl, Marketingleiterin bei Ja!Natürlich stand uns beim Twitcook06 für Fragen zur Herkunft der Fleischwaren zur Verfügung.

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Raritäten-Tischdekoration, die Gefahr läuft verspeist zu werden

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@iwona_w und @prinzessiiin von der Salat-Taskforce

Professionelle Fotos und gute Beiträge gibts bei chefbabe.at und ivy.at und am Ja!Natürlich-Blog

Positives Feedback scheint mir immer mehr verpönt zu sein und als “Lobhudelei” abgetan zu werden, als ob es überhaupt nichts “wirklich gutes” mehr gäbe, sondern Unternehmen Lob ausschließlich mit gefinkelten Marketing-Gehirnwäsche-Bestechungs-Taktiken erreichen könnten. Wenn ich nicht nur die Produkte, sondern auch die Philosophie und das Engagement einer Marke unterstützenswert finde, werde ich mich also weiterhin besonders laut positiv darüber äußern, genauso wie ich Kritik dort anbringe, wo ich es für gerechtfertigt und nötig halte, unabhängig davon, ob ich dafür ein Sackerl voll Paprika- und Tomatenraritäten geschenkt bekomme wie bei #twitcook06. Einfach aus Lust an der Freid und weil ich gerne gute Erfahrungen und Tipps weitergebe, anstatt Online-Plattformen nur zu nutzen um mich über Unternehmen auszukotzen – obwohl auch das manchmal sein muss, nichts gegen berechtigte Kritik, für die es bestimmt in gerade in der Lebensmittelbranche reichlich Anlassfälle gibt.

Wer sich mit Bio näher auseinandersetzt, wird bald erkennen, dass es nicht in erster Linie darum geht, als Einzelner gesünder zu leben, sondern um die Art und Weise, wie wir mit unserem Lebensraum und den enormen Auswirkungen der Landwirtschaft auf unsere Lebensqualität umgehen. Mit all den Nachteilen, die große Konzerne im Lebensmitteleinzelhandel mit sich bringen, sollte man eines nicht vergessen: Bereits 18,5 % der landwirtschaftlichen Flächen wurden 2009 biologisch bewirtschaftet, Tendenz steigend. Damit lag Österreich im internat. Vergleich schon damals im Spitzenfeld, der EU-Durchschnitt lag bei 4,7 %. Ich denke nicht, dass dies ohne in großen Konzernen verankerte Bio-Marken möglich wäre.

 

EDIT: seit April 2017 arbeite ich hauptberuflich für Ja! Natürlich

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