Eine Ode an den Kräuterseitling

Wer mich kennt (oder dem Hashtag #Fleischeslust auf instagram folgt), weiß, wie sehr ich Fleisch liebe. Weil ich aber nur gutes Fleisch liebe und gutes Fleisch nun mal ein Luxusprodukt ist, das nicht jeden Tag auf den Tisch kommt, bin ich froh über die Vielfalt an vegetarischen Lebensmitteln. Meine Liebe zu Gemüse ist sicher mindestens so groß, wie jene zum Fleisch, es muss halt nur g’schmackig zubereitet sein (da kommt  dann meine exorbitante Leidenschaft für Gewürze ins Spiel). Vegetarisch heißt aber nicht nur Gemüse, Pilze eignen sich hervorragend für köstliche fleischlose Gerichte. Über Pilze im allgemeinen hab ich schon mal geschrieben: Size matters! Ein eigener Beitrag gebührt meinem Lieblingspilz:

Der Glückspilz Kräuterseitling

image

Glückspilz deshalb, weil:

  • er das ganze Jahr über in heimischer Bio-Qualität (konkret: aus dem Marchfeld) verfügbar ist, praktischerweise im Supermarkt nebenan.
  • er so aromatisch schmeckt, dass es zur Zubereitung gar nicht viel braucht: Salz, Pfeffer, Olivenöl, ein bisschen Zitronensaft, vielleicht noch Basilikum. So “pur” abgeschmeckt mag ich ihn am liebsten, weil dadurch sein Eigenaroma am besten zur Geltung kommt.
  • er ein Zuchtpilz ist und als solcher so sauber daherkommt, dass man ihn nicht waschen muss (Bio-Qualität vorausgesetzt). Waschen bedeutet nämlich gerade bei Pilzen einen enormen Geschmacksverlust, weshalb man sie wenn überhaupt nur abbürsten sollte. Champignons etwa sind aber manchmal so dreckig, dass ich sie aus hygienischen Gründen vorsichtig wasche.
  • er sich so vielseitig einsetzen lässt: roh (Tatar! Carpaccio!), auf Salat, als Suppeneinlage, als Beilage, im Omelette, im Risotto, mit angeschwitzten Zwiebeln und ein wenig Obers aufgegossen als herrliche Pilzsauce…(mein Rezept für Kräuterseitlings-Tatar durfte ich bei den Ja! Natürlich – Küchengeschichten veröffentlichen*)
  • er selbst die größten Fleischtiger überzeugt, dass auch ein vegetarisches Gericht köstlich sein kann. Ich hab das mehrfach erprobt, bei den hartnäckigsten Fällen war ich damit schon erfolgreich, übrigens auch bei selbsterklärten Pilz-Verweigerern!

Der Kräuterseitling ist eben etwas ganz besonderes. Es ist mir also unerklärlich, weshalb er hierzulande so unbekannt ist. Also erweitert mal euer Pilzrepertoire, ich hab bisher NOCH NIE erlebt, dass jemand, der ihn probiert hat, diesen Glückspilz verschmäht.

Aber Obacht! Herkunft prüfen!

Wie erwähnt bekommt man ihn in den meisten österreichischen Supermärkten in Bio-Qualität, z.B. von Ja! Natürlich bei Merkur & Billa, manchmal auch bei Spar (dort etwas teurer), und natürlich bei denn’s (Preis variiert). Trotz allem gilt es aufzupassen, denn mir ist bei einem österreichischen Diskonter schon Importware aus Korea untergekommen, das muss ja bei ganzjährig in Österreich gezüchteter Ware wirklich nicht sein. #WTF

image

*Dieser Beitrag ist weder bezahlt noch durch Sponsoring/Product Placement unterstützt. Dass ich seit vielen Jahren überzeugter Ja! Natürlich Fan bin, ist kein Geheimnis und mitunter Grund, warum ich regelmäßig als Gastbloggerin für Ja! Natürlich Rezepte für die Küchengeschichten schreibe. Es sei der Vollständigkeit halber hier erwähnt, hat aber mit diesem Beitrag nix zu tun.

EDIT: seit April 2017 arbeite ich hauptberuflich für Ja! Natürlich

Ein Gedanke zu “Eine Ode an den Kräuterseitling

Kommentiert hier, was ihr darüber denkt!