Nachhilfe in Oleologie – Stadtflucht am letzten Sommertag

Am vergangenen Wochenende organisierten Dani Terbu und Nina Mohimi, zwei Granden der österreichischen Foodie-Szene und thecoolinarysociety-Gründerinnen gemeinsam mit noan einen Blogger-Ausflug in die Stadtflucht Bergmühle. Und eines gleich vorweg: DANKE an alle Beteiligten, es war der perfekte letzte Sommertag mit interessanten Gesprächen und entspanntem Genießen an einem wunderbaren Ort mit wunderbaren Menschen.

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Sturm um 10:00? Die Frühstücksverpflegung an Bord des Traktors erntet zunächst skeptische Blicke. Aber dem vehementen “NA sogn gibts bei uns ned, des sog i eich glei!” des Fahrers wollte sich dann doch keiner widersetzen.

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Seit Frühjahr 2013 in Betrieb: Die Stadtflucht Bergmühle

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Fruchtige Wegzehrung für alle

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Das Halsband lügt. Ivy war sehr brav.

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Sortenerhaltungsgarten – hier wachsen Obstbäume uralter Sorten

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„Avisierter Wildschaden“ im Maisfeld

Der Eigentümer höchst persönlich erlaubte ausnahmsweise, Kukuruz direkt vom Feld zu pflücken. Kinder sind in der Stadtflucht übrigens besonders willkommen, was den Ort noch schöner macht. Dennoch ist es dank dem weitläufigen Gelände ein irrsinnig geruhsamer Ort – alle haben Platz.

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Martin Rohla, unser Gastgeber und Eigentümer der Stadtflucht Bergmühle (und im übrigen auch der Saint Charles Apotheke)

„Obervereinsmeier“ Martin Rohla nahm sich ausgiebig Zeit, uns die ganze Bandbreite an Landwirtschaft zu zeigen, die momentan rund um die Bergmühle stattfindet: Bohnen (65 Sorten!), Kürbis, alte Obstsorten, Bio-Welschriesling-Trauben, Mais, Galloway Rinder. Alles kommt quasi vom Feld in die Küche der Stadtflucht, wo die Mitglieder verköstigt werden. „Essen fertig, wenn Glocke läutet“ verkündet die Tafel. Der gute alte Pawlow’sche Reiz funktioniert noch immer. Wer will, holt sich einfach selbst einen Teller des Gangs, der gerade fertig ist. Speisekarte oder gar fixes Menü gibt es nicht, gekocht wird, was da ist in erster, was den Köchen gerade Spaß macht in zweiter Linie.

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Galloway Rinder

Das erstklassige hauseigene Rindfleisch durften wir u.a. in Form eines herrlichen Chili con Carne verkosten – liegt natürlich auf der Hand angesichts der Bohnenvielfalt im Stadtflucht-Lager. Auch Blunzn stand auf dem Programm, die ich aus Vertrauensgründen wirklich nur an sehr wenigen Orten esse. Hier hatte ich dieses Vertrauen untypisch schnell.

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Gleisdorfer Ölkürbisse. Fun Fact: Der junge Herr im Bild namens Noah war zu 50% Namensgeber des NOAN-Öls

Mein Highlight der Traktor-Tour durch die Felder war, dass ich frische Kürbisblüten pflücken durfte, die man ja in der Stadt kaum bekommt. Auch die Kerne meines mitgebrachten Exemplars konnte ich hervorragend verwerten, ideal in Geschmack und Konsistenz. Hab sie einfach geröstet und gesalzen (und vom Fleck weg verputzt – ups). Vom Fruchtfleisch her muss ich aber sagen ist mir ein klassischer Hokkaido lieber, da er noch g’schmackiger und etwas mürber ist.

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Die Bio-Welschriesling-Trauben waren leider noch etwas sauer, aber allein der Anblick hier ein Traum.

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Spannende Einblicke in die Oleologie – die Lehre vom Öl

Einigen ist noan vielleicht aus Restaurants der Motto-Gruppe bekannt. Margit und Richard Schweger rundeten das Programm mit einer sehr spannenden und interessanten Olivenöl-Session ab. Vieles war mir bereits bekannt, aber man lernt ja nie aus – so konnte ich auch von den Olivenölexperten Margit und Richard Schweger einiges mitnehmen. Meine bisherigen Olivenöl-Erkenntnisse sind mir noch einen eigenen Post wert. (Wie erkennt man gutes Olivenöl, wie verkostet man es? Worauf muss ich bei Olivenöl achten?)

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Der erste Sturm der Saison

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Eine von 65 Bohnen Sorten mit rätselhaften Körnern

Obwohl der Tisch durchaus mit kulinarisch versierten Gästen besetzt war, konnte keiner so recht erraten, womit die Fisolen im ersten von ca. 10 Gängen verfeinert waren. Geröstete Hanfnüsse (natürlich Eigenbau) waren des Rätsels Lösung. Weniger aufregend fand ich allerdings den Geschmack, Sesam etwa ist viel g’schmackiger.

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chefbabe Barbara mit hochprozentigem Weintraubenkuchen

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Reichlich Platz und Sonne

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Die zwei Sorten NOAN

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„Ewige Suppe“ köchelt seit April 2013 im Motto (ein seltener Import in der Stadtflucht Bergmühle) – sehr würzig!

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Im Kukuruzfeld

Noch mehr Eindrücke gibt’s bei der Coolinary SocietyCliff, Teilzeit-Neandertaler Fabian, Barbara und auch von der Stadflucht selbst.

Es woa sehr schen, es hot mi sehr gfreit!

EDIT: GUSTO.at verlost aktuell 3 Duo-Packs des Premium-Öls NOAN. Hier mitmachen.

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