Wenn die Küche der wichtigste Raum ist

Eine neue Küche: Fragen über Fragen zwischen Ästhethik und Funktion

OK, dass die Küche für einen Food Blogger eine ziemlich große Rolle spielt, liegt auf der Hand. Bei mir kommt aber noch dazu, dass man mit dem ersten Schritt durch die Wohnungstür mitten in der Küche steht. Insofern ist nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Optik sehr wichtig. Da jeder, der meine Wohnung betritt, sofort in der Küche steht, freue ich mich umso mehr, dass ausgerechnet meine Spüle in Kombination mit Boden und Küchenplatte zum optischen Highlight geworden ist. Denn es ist doch eher ungewöhnlich, dass das Becken matt und (erd)färbig anstatt stählern glänzend ist. Danke SCHOCK*! Und ich wollte viel Stauraum, damit wenig Utensilien herumstehen, ich schnell und unkompliziert putzen kann und es immer möglichst aufgeräumt aussieht – man weiß ja nie, ob plötzlich Besuch kommt. Und dann sind da noch die unzähligen E-Geräte, an die drei Milliarden Optionen, viele davon aber finanziell oder technisch von Vorneherein augeschlossen. Hier ein paar Eindrücke aus meiner neuen Küche und ein kleiner Einblick, worauf ich bei der fast einjährigen Planung besonders geachtet habe.

kueche

 

Dekoklumpert: 0 Vintage Schmuckstück: 1

Die natürliche Farbe der Spüle macht für mich die Küche gleich noch wohnlicher. Gerade weil ich so deko-enthaltsam und Fan von sehr reduziertem Interieur bin, besteht bei Edelstahl leider schnell die Gefahr, dass der Raum zu steril wird.  Das einzige, was immer herumstehen darf ist diese uralte Wage, die ich im Keller meiner Großeltern entdeckt habe: Die schönste Obstschale, die ich mir vorstellen kann. Ich liebe sie als Kontrast zur sonst recht modernen Küche.

waage_(C)LisaVockenhuber

Im Keller der Großeltern gefunden

 

Ziemlich verliebt bin ich auch in die Platte auf der Arbeitsfläche. Ist die Farbe nicht wuuunderschön? Die Farbe gefällt mir auch deshalb so gut, weil sie perfekt zur Spüle und zum Boden passt. Und Essen sieht auf dunklem Stein einfach noch schöner aus (wichtig für Fotos!). Sehr super ist auch, dass sie wirklich robust ist. Ich koche doch recht wild und impulsiv, diese Platte hält viel aus, man kann auch heißes Kochgeschirr darauf abstellen. Bei der alten Holzoberfläche, die ich vorher hatte, musste ich immer sehr aufpassen und auch immer darauf achten, dass sie nicht zu nass wird.

Viele Einzelentscheidungen, die am Ende auch noch zusammenpassen müssen

Der Tischler Richard Stimmeder, ein ganz großartiger Fachmann aus dem Mühlviertel, hat mir in allen möglichen Fragen geholfen z.B. auch damit die richtigen Anschlüsse für die richtigen Geräte am richtigen Ort sind und die Farben vom Boden bis zur Decke, sowohl bei Geräten als auch bei Möbeln, ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Die Küche wurde so nicht nur schön, sondern auch praktisch und perfekt für mich als Küchenenthusiastin mit ungewöhnlichen Ansprüchen wie etwa einem überdurchschnittlich großen Gewürzregal und eigenen Stauräumen für Eismaschine und zahlreiche isi-Geräte ;))

kueche2

Obwohl ich so wenig wie möglich herumstehen haben möchte, gibt es Geräte, die ich häufig verwende und nicht verstauen wollte, wie meinen Vitamix oder meine Eismaschine. Beides will ich ohne Umstände griffbereit haben. Der Vitamix steht immer auf der Küchenzeile, für die Eismaschine habe ich eine gute Lösung im Schrank gefunden. Da sich darin auch eine Steckdose befindet, kann ich sie dort aufbewahren und benutzen, ohne, dass sie auf der Arbeitsfläche steht – perfekt. Am Anfang war mir wirklich nicht klar WIE viele Entscheidungen so eine Küche mit sich bringt und vor allem wie viel man hier falsch oder eben auch genau richtig machen kann. Ich kann nur jedem raten, hier wirklich fachmännischen Rat einzuholen, so eine Küche hat man schließlich ziemlich lang. Die SCHOCK Spüle in der Farbe „EARTH“ spielt im Farbkonzept untypischerweise eine relativ große Rolle. Wer hätte das gedacht? Im Rahmen meiner Kooperation mit SCHOCK habe ich mich einige Zeit mit der Auswahl und dem Unternehmen befasst.

sparge_schock_spuele

Was kann an einer Spüle schon so toll sein?

Sie sieht jedenfalls ziemlich gut aus, das wusste ich ja schon. Wesentlich ist natürlich, dass sie die Strapazen des Küchenalltags bei mir auch gut aushält. Das angenehme am Material ist, dass es, anders als Edelstahl, nicht so schnell unschöne Wasserflecken bekommt und unsauber aussieht. Das ist gerade bei mir so wichtig, weil die Küche eben gleichzeitig der Eingangsraum ist.

plan

Nichts zu verbergen in meiner Küche gleich neben der Wohnungstür

 

Mein Lieblingsfeature: Die Indutherm – Funktion

Bei meinen Recherchen zu SCHOCK bin ich auf ein besonders spannendes Feature gestoßen: Indutherm. Die Indutherm-Funktion macht die Abtropffläche in ein paar Minuten zur Warmhalteplatte. Klar, es zählt eher zu der Kategorie „kann auch ohne leben“, aber so eine integrierte Wärmefunktion ist schon sehr praktisch!

indutherm_schock

Was bringt mir die?

  • Die Indutherm-Funktion benutze ich nicht täglich, aber es ist super, um Teller anzuwärmen bzw. während des Anrichtens warm zu halten.
  • Auch das Trocknen des Geschirrs geht angeblich schneller, wenn die Abtropffläche warm ist, dazu nutze ich Indutherm aber nie – ganz einfach aus Energiespargründen, das Geschirr trocknet auch so 😉
  • Dafür schalte ich Sie manchmal ein um Tiefgekühltes anzutauen. Bei Fleisch würde ich eher davon abraten (aus Hygienegründen). Aber vieles andere, etwa Brot, Tiefkühlbeeren, Erbsen etc. lege ich gelegentlich auf die Indutherm-Platte. Auch wenn ich es grundsätzlich bevorzuge, im Kühlschrank schonend aufzutauen, muss es manchmal eben doch ein wenig schneller gehen und Beeren sind mir leicht angewärmt am allerliebsten .
  • Kulinarischer Bonus: Es gibt Lebensmittel, die ich für ideales Aroma leicht anwärme. Räucherfisch zum Beispiel. Auch manche Käse sind etwas über Zimmertemperatur ideal. Wenn ich diese auf einem Teller anrichte, welcher auf der Indutherm-aktiven Spüle steht, ist es perfekt.  Auch Butter brauche ich für manche Rezepte relativ weich, am Herd wird sie aber schnell zu warm. Da ist die Indutherm-Funktion der Spüle echt praktisch.

Ist die Indutherm-Funktion gefährlich?

Eher nicht, die Platte wird nicht wirklich heiß, sodass man sich verbrennen kann. Allerdings sollte man sie natürlich trotzdem immer ausschalten, wenn man sie nicht mehr braucht, um keine Energie zu verschwenden – eh klar. Anfangs habe ich übrigens nicht gleich herausgefunden, wie ich die Indutherm-Funktion einschalte, es gibt nämlich keinen Knopf oder so. Rechts von der Amatur ist am oberen Beckenrand ein Touch-Sensor eingebaut. Ist die Indutherm-Funktion aktiv, leuchtet der ein LED Ring am Fuße der Armatur rot.

Die Armatur

ideos_schock_premium

Abwaschen wird mit SCHOCK auch nicht lustiger, aber zumindest ästhetischer

Ich hatte bisher einen ganz normalen, unflexiblen Wasserhahn und kann nur sagen ich LIEBE diese schwenkbare Armatur. Größere Utensilien auszuspülen ist viel einfacher, auch das Säubern der Spüle. Hier würde ich nicht mehr tauschen wollen.

Bye, bye Gasherd 🙁

Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass ich mich von meinem geliebten Gasherd aus derAEG_sousvide alten Wohnung verabschieden musste. Der war zwar uralt und nicht besonders hochwertig oder so, aber Gas ist eben Gas, wer selbst einen hat(te) wird wissen, was ich meine. Und ja, Induktion ist eine super Technologie, aber weit nicht so toll wie das gute alte offene Feuer. Hier bin ich tatsächlich ein wenig traurig. Aber die neue Küche hat – klar – auch viele Vorteile. Meinen Sous-Vide-Ofen Multidampfgarer (AEG) kann ich erst in ca. einer Woche ausprobieren, wenn ich endlich mein Vakuumiergerät bekomme. Die als Zubehör bestellbare Vakuumierschublade kam aus Preisgründen nicht in Frage, die ist nämlich unverhältnismäßig teurer. Auch meine geliebte Bialetti musste ich leider zurücklassen, der Induktionsherd kann mit ihr nichts anfangen. Ich habe nun eine Jura Impressa, die Zubereitungsmethode ist beim Vollautomaten natürlich eine ganz andere, also auch der Kaffee. Ich bin aber zufrieden damit. Der große Vorteil ist, dass es viel schneller geht, wenn man mehrere Tassen zubereiten möchte. Zusätzlich überlege ich gerade, mir eine Filterzubereiter zuzulegen. Den liebe ich vor allem für Eiskaffee. Von meinen Erfahrungen mit Sous-Vide werde ich jedenfalls in einem eigenen Beitrag erzählen. Was wäre Euch am wichtigsten, wenn ihr Eure Küche ganz oder teilweise erneuern würdet? Wer von Euch hat selbst kürzlich eine Küche geplant und wie seid ihr an die Sache herangegangen? Würde mich sehr interessieren, was Eure Erfahrungen bei Küchenplanung und -geräteauswahl sind. Einfach ist es jedenfalls nicht!

* Gesponserter Beitrag: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit SCHOCK. Jegliches Text- und Bildmaterial ist jedoch von mir und beinhaltet meine persönliche Meinung.

PS: Hier geht’s zum Blog von SCHOCK. Die gut bespielte Facebook Seite spült mir regelmäßig bunte Farben und schöne Bilder in den Newsfeed.

 

Kommentiert hier, was ihr darüber denkt!