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Pflanzliche Milch selbst gemacht – zahlt sich aus <3

Die wachsende Präsenz von pflanzlicher Milchalternativen hat auch ihre guten Seiten. Mich persönlich faszinieren sie schon eine ganze Weile, obwohl ich weder Veganerin noch allergisch oder laktoseintolerant bin. Ganz im Gegenteil, ich schätze traditionelle Milchprodukte sehr und finde sie unersetzbar. Aber ich liebe Vielfalt! Und es tut uns allen und der Umwelt gut, weniger tierische Produkte zu konsumieren. Neugierig, wie ich bin, habe ich ziemlich alles ausprobiert: Mandelmilch, Sojamilch, Hanfmilch, Reismilch, Hafermilch, Kokosmilch, Cashewmilch…, war enttäuscht und/oder angeekelt von den meisten Produkten. Denn „vegan“ heißt halt nicht automatisch gut – weder geschmacklich noch ordentlich hergestellt.Die wenigen wirklich guten Produkte haben aber Einzug in meinen kulinarischen Alltag gehalten. Seit kurzem experimentiere ich besonders viel mit pflanzlicher Milch. Ich bin nämlich ziemlich begeistert von einem Gerät namens ANDSOY, mit dem ich alle möglichen und bisher unmöglichen Varianten recht einfach, umweltschonend und günstig selbst herstellen kann. Geschmacklich kommt dabei sowieso das Beste raus, was ich bisher kenne. Ich mache hier nicht oft Werbung für Küchengeräte, aber dieses hier hat es echt verdient und könnte noch vielen Freude machen.

milchkaffee(C)VockenhuberAn einem Samstagnachmittag, bin ich wie so oft durch die Marktwirtschaft spaziert. Da bin ich mit Nan ins Gespräch gekommen, die dort einen der Marktstände genutzt hat, um ihr Unternehmen ANDSOY vorzustellen: das österreichische Unternehmen, hat ein Gerät entwickelt, das sowohl erhitzt und/oder püriert und damit sehr einfach und automatisch pflanzliche Drinks herstellt.  Und gerade weil ich so unzufrieden mit dem gängigen Supermarktangebot bin, war ich ziemlich neugierig. Ab und zu hatte ich pflanzliche Milch schon selbst gemacht, geschmacklich war ich begeistert, aber es war ein wenig umständlich. Nan war so lieb und hat mir einen ANDSOY Maker zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt, der Text stammt zur Gänze von mir und wird ohne Einflussnahme von ANDSOY publiziert.

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Credit: ANDSOY

Ich verstehe sehr gut, dass viele Menschen Abneigungen und Vorbehalte gegenüber pflanzlicher Milch haben, weil es eben größtenteils schlechte Produkte angeboten werden. Es lohnt sich aber, hier wie bei allen Lebensmitteln zu differenzieren und nicht pauschal zu urteilen.

7 Gründe, warum ich ANDSOY super finde

1. Besserer Geschmack, feinste Zutaten und trotzdem Deutlich günstiger

Ich bin ja sowieso ein bisschen wahnsinnig, was das Selbermachen betrifft und steigere mich da gern mal rein. In dem Fall ist das aber wirklich für jeden sinnvoll, der regelmäßig Pflanzenmilch konsumiert. Es ist nämlich so: Dass die selbstgemachten Drinks geschmacksintensiver und hochwertiger sind, mag weniger überraschen. Dazu kommt eine bedeutende Geldersparnis. Man kann allerfeinste Bio-Zutatenqualität einkaufen und bleibt dabei immer noch deutlich günstiger als mit ALLEN Supermarktprodukten. Der Aufwand ist minimal. Das ist schon ziemlich sensationell. Schade nur, dass es für den Privatkonsument noch so wenig Bio-Sojabohnen aus Österreich als Rohware zu kaufen gibt, im Supermark selten, im Bio-Supermarkt hauptsächlich aus China und den USA. Hier fehlt es mir aber an Vertrauen in die Bio-Zertifizierung und der weite Transport stört mich auch.

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Dieser winzige Messbecher Bohnen genügt für 1,5 Liter Milch

Bei ANDSOY gibt es österreichische Sojabohnen zum Kilopreis von 5,10 EUR. Für 1 Liter Sojamilch braucht man nur 60 g Bohnen – das bedeutet einen Wareneinsatz von 30 Cent pro Liter Sojamilch, wenn man auf heimische Qualität achtet. Das ist bei den meisten gängigen Supermarktprodukten nicht der Fall. Schöne Ausnahmen: Ja! Natürlich und Zurück zum Ursprung* erfüllen hier meine Ansprüche, zumal sie auch keine  Zusatzstoffe verwenden, sondern nur Wasser, Sojabohnen und Salz. Die habe ich bisher gerne gekauft, auch weil sie gut und reichhaltig schmecken, nicht so wässrig wie die meisten Produkte. Gerade bei Mandeln und Cashews ist mir Fairtrade außerdem besonders wichtig, denn leider wird auch bei pflanzlichen Produkten viel Schindluder getrieben und Menschen in den Herkunftsländern ausgebeutet. Diesen kleinen Weckruf an die vielen cashewkäsebegeisterten Veganer kann ich mir nicht verkneifen.

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Auch selbst hergestellter Tofu aus frischer, echter Sojamilch ist mit Supermarktprodukten nicht zu vergleichen

2. Einfach und Zeitsparend

Mit Smoothies konnte ich noch nie viel anfangen, daher kann ich über diese Funktion wenig sagen. Suppen mache ich meist in meinem Vitamix, den ich auch über alles liebe, weil dieser doch noch um einiges mehr Power hat und supercremig püriert. Der Vorteil am ANDSOY ist natürlich, dass er ohne Aufsicht gleichzeitig erhitzt und püriert. Es ist also ein extrem zeitsparendes Gerät. Und das ist einfach Gold wert, wenn man nach einem langen Tag nachhause kommt, denn auch wenn es manchmal den Anschein hat, stehe selbst ich nicht ständig in der Küche. Man gibt einfach Bohnen/Nüsse und Wasser (für Milch) oder Suppenzutaten ins Gerät schaltet, ein und muss dem Ganzen überhaupt keine Beachtung schenken. Wenn das Programm fertig ist, piepst es und schaltet sich von selbst aus.

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Spargelcremesuppe mit Mandelmilch – das Rezept findet ihr hier

Es gibt zwar einige Geräte, die das auch können, wie z.B. den Thermomix, da ist man aber gleich mal 1.100 EUR los und das Gerät ist hässlich. Der ANDSOY kostet mit Zubehör 219 EUR (siehe hier). Angesichts der hochwertigen Verarbeitung (Edelstahl) finde ich den Preis sehr fair. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Geld (und Müll) man sich z.B. durch selbst hergestellte Sojamilch erspart. Und eines der wichtigsten Kriterien für Küchengeräte: es lässt sich schnell und einfach reinigen, man muss nur gut aufpassen, dass kein Wasser an die Anschlüsse kommt. Ich habe wirklich schon lange kein so sinnvolles, neues Küchengerät mehr gesehen.

3. Das Design by Dottings

Generell mag ich Geräte, die schön genug sind, dass ich sie auch mal länger draußen herumstehen lasse, ohne dass sie mir ungut ins Auge fallen. Man merkt sofort, dass hier Profis am Werk waren, nämlich das Designstudio Dottings, das ich sehr schätze. Und das hochwertige Edelstahl ist sowieso ein Pluspunkt – hygienisch, leicht zu reinigen und robust. Die Verarbeitung des Geräts ist wirklich hochwertig und schön.

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Credit: ANDSOY

4. Ich spare Tetrapak-Müll

Ich liebe Milch in allen Variationen – von der klassischen Bio-Heumilch über Buttermilch bis zu allen möglichen pflanzlichen Alternativen. Ich finde es toll, welche Vielfalt sich den experimentierfreudigen Köchinnen wie mir hier in den letzten Jahren eröffnet hat. Allerdings bringt der Einkauf aller Milchvarianten zwei große Nachteile: Der erste ist der Tetrapak-Müll, der anfällt. Den vermeide ich mit der Verwendung des ANDSOY für pflanzliche Milch komplett. Ich entsorge leere Packerl zwar immer über die Ökobox, aber vermeiden ist klarerweise immer besser als recyclen. Der zweite Nachteil an gekauften Packerln:

5. Gute Qualität ist rar

Bei Sojadrinks habe ich bisher nur zwei gefunden, die ich mag: die oben erwähnten, Ja! Natürlich und Zurück zum Ursprung* produzieren beide in Bio-Qualität aus heimischen Sojabohnen und ohne Zusatzstoffe. Alpro, Provamel und das ganze ausländische Klumpert kommt mir sicher nicht ins Haus, da wird einem erstens schlecht, wann man die Zutaten liest und zweitens sind sie ein ordentlicher Beschiss. Besonders gerne mag ich Mandelmilch. Wenn ich mir da die gängigen Produkte so ansehe, lese ich meistens auf der Zutatenliste: Wasser, 2% Mandeln und eine Liste an Zusatzstoffen, meistens auch Zucker. Der Liter kostet dann ca. 3,00-3,50 Euro. Das ist vor allem sehr teures Wasser aus dem Ausland. Alpro steht außerdem Monsanto recht nahe, wodurch sämtliche Produkte für mich unabhängig vom Geschmack wegfallen. Allein für die enorme Qualitätssteigerung würde sich derANDSOY aus meiner Sicht schon lohnen.

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Kokosmilch mache ich am liebsten aus frisch selbst geraspelter Kokosnuss. Ja, das ist deutlich aufwendiger als Mandel- oder Reismilch, für die es nur ein paar Handgriffen braucht, aber so so gut!

6. Das kreative Potenzial

Ich bin halt ein bisschen ein Freak was diese Dinge angeht und sehr neugierig und experimentierfreudig. Wenn man aus Nusskernen Milch machen kann, muss das doch auch aus Kürbiskernen gehen. Es geht! Bei Nan habe ich eine Variante aus schwarzem Sesam verkostet. Unterschiedliche Reissorten ergeben eine Vielfalt an Reismilch-Geschmäckern. Ich kann mir also auch Produkte machen, die es überhaupt nicht zu kaufen gibt. Das ist ziemlich cool und ich bin mit meinen Experimenten noch lange nicht am Ende. Geräte, die mir mein Zutatenspektrum erweitern sind sowieso ein Gewinn. Dabei gibt’s natürlich auch Experimente, die man eher nicht wiederholen wird. Größere, mehlige Bohnen zum Beispiel machen sich besser in Eintopfgerichten als in Milchalternativen. Ich verwende viele meiner ANDSOY Milchalternativen übrigens weniger zum Trinken als viel mehr für die Weiterverarbeitung in Gerichten.

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Bohnen von einer meiner Lieblingsmarken „Pearls of Sarmakand“ – teuer, aber unschlagbare Produktqualität! Die kleinen grünen Mungbohnen eignen sich auch für Milch.

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Auch für meine Eismaschinenexperimente liebe ich die Vielfalt an pflanzlicher Milch

7. Sogar den Pressrückstand kann man verwerten #NOWASTE

Was mache ich mit dem Pressrückstand? Vor allem bei Sojamilch und Mandelmilch bleibt eine Art Presskuchen zurück. Da ich hochwertige Zutaten einkaufe, werfe ich davon natürlich nicht den geringsten Rest weg. Die Japaner nennen den Sojabohnenrest „Okara“ und verwenden diesen vielseitig. Ich mische die Reste z.B. in selbstgemachte Aufstriche wie Hummus, auch in vegetarische Burger und Laibchen, selbstgemachtes Granola, Brotteige..  hier kann man selbst kreativ werden, denn wie immer gilt: wenn man gute Zutaten einkauft, ist es nicht so schwer etwas Gutes daraus zu machen.

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In dieser Schoko-Rote-Rübe Waffel habe ich den Rest der Mandelmilchherstellung verwertet

WAS KANN MAN MIT ANDSOY MACHEN?

Am intensivsten habe ich mich wie ihr seht mit den pflanzlichen Milchalternativen auseinandergesetzt. Darüber hinaus hat der ANDSOY aber auch einige andere nützliche Funktionen und Einsatzmöglichkeiten, die Erwähnung verdienen:

  • neben pflanzlichen Drinks aus Getreide, Bohnen und Nüssen (z.B. Sojamilch, Reismilch, Mandelmilch,…)
  • warmer Porridge & Congee (eine Art Reisbrei, beliebtes Frühstück in Asien)
  • Babynahrung
  • fein und grob pürierte Cremesuppen
  • Rohkost Suppen & Smoothies

Wie immer gilt: Sinnvoll ist selbst das beste Küchengerät nur dann, wenn es auch oft genug verwendet wird, ansonsten ist es Platz- und Geldverschwendung.

Die Bedienung ist sehr leicht und fast vollautomatisch. Nichts kann anbrennen.

Die Bedienung ist sehr leicht und fast vollautomatisch. Nichts kann anbrennen.

Pflanzliche Milch ist für mich kein Ersatz für irgendetwas, sondern eine sehr, sehr wertvolle Erweiterung meiner kulinarischen Experimente. Und ich meine es ganz ehrlich, wenn ich sage, dass ich noch nie so gute Qualität genießen konnte wie jetzt mit dem ANDSOY. Wenn ich nicht wirklich so überzeugt davon wäre, hätte dieser Beitrag hier keinen Platz. Wie findet ihr pflanzliche Milch, auch so spannend wie ich? Wenn ihr noch Fragen dazu habt, schreibt mir gerne!

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Auch in Karfiolpüree (hier mit Kalbsbackerl) gebe ich sehr gerne einen Schuss Cashew- oder Mandelmilch

Gutscheincode für ANDSOY

Wenn ihr euch für ANDSOY interessiert, könnt ihr hier im Shop meinen Affiliate Code „finespitz“ verwenden. Meine Leser bekommen zu ihrer Bestellung das Set Bambusteller aus dem Shop kostenlos dazu. Ich mag es sehr, wie Nan das große Ganze betrachtet, z.B. auch nachhaltiges Zubehör. Sie führt ein rundherum echt sympathisches Kleinunternehmen aus Österreich, das ich für sehr unterstützenswert halte. Also YAY für ANDSOY und mehr Selbermachen als kaufen <3

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*Diese Präsenz ist weder von ZZU noch von Ja! Natürlich bezahlt oder durch Sponsoring/Product Placement unterstützt und in keinster Weise eine Zusammenarbeit mit einem der genannten Unternehmen. Dass ich seit vielen Jahren überzeugter Ja! Natürlich Fan bin, ist kein Geheimnis und mitunter Grund, warum ich regelmäßig als Gastbloggerin für Ja! Natürlich Rezepte für die Küchengeschichten schreibe. Es sei der Vollständigkeit halber hier erwähnt.

EDIT: seit April 2017 arbeite ich hauptberuflich für Ja! Natürlich

6 Gedanken zu “Pflanzliche Milch selbst gemacht – zahlt sich aus <3

  1. christina oehler schreibt:

    Hallo,
    super Beitrag :-), vielen Dank!
    Wie lange braucht’s denn für eine Ration fertiger Milch?
    LG Christina

    • Finespitz schreibt:

      Kommt drauf an, welche, z.B. Sojamilch und Reismilch 30 Minuten, Cashew- und Mandelmilch 12 Minuten! Es gibt dann einen Signalton von sich, wenn es fertig ist, also man braucht nicht auf die Uhr sehen, sondern stellt nur das jeweilige Programm ein. Es gibt 5 Programme:
      1. Kochen & fein pürieren für Bohnendrinks, z.B. Sojamilch – 30 Minuten
      2. Kochen & fein pürieren für Getreidedrinks, Cremesuppen und Babybrei – 30 Minuten
      3. Kochen & kaum pürieren für Porridge, Congee, grobe Suppen und grobes Kompott – 36 Minuten
      4. Erwärmung bis zu 46°C und pürieren für Nussdrinks, Rohkostsuppen und grobes Kompott – 12 Minuten
      5. Pürieren ohne Erwärmen für Smoothies – 5 Minuten
      Hoffe, das hilft dir weiter 🙂 LG Lisa

  2. christina oehler schreibt:

    Hallo Lisa,
    danke für die ausführliche Antwort! Ich denke, das wird mein neues Küchenutensil 😀
    LG Christina

    • Finespitz schreibt:

      Cool, das freut mich – würd mich auch freuen, wenn du mir schreibst, wie du es findest, hoffe du hast auch so viel Freude damit wie ich!

    • Finespitz schreibt:

      Hi Doris, danke dir vielmals für den Kommentar – ich hoff sehr, dass du auch so begeistert bist wie ich und das Gerät so gern nutzt. Bei mir grad wieder in Betrieb 🙂 liebe Grüße Lisa

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